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Dienstag, 02.09.2008 Sarande
/ Albanien Mittwoch, 03.09.2008 Sarande / Albanien
Heute wollen wir noch einmal zum Hafen laufen, da wir bisher noch keine Tourist-Information gefunden haben. Wie wir später herausfanden befindet sich diese in der Nähe des Hauptplatzes den man erreicht, wenn man von der Promenade die Haupttreppe hinaufsteigt. In der Nähe des Hafens finden wir eine Travel-Agency, an der im Schaufenster ein Busfahrplan angeklebt ist. Wie wir später feststellten war dieser allerdings aus dem Juli 2007 - Papier ist geduldig hier, insbesondere in Bezug auf Busfahrpläne, wie wir später noch erfahren sollten. Wir betreten die Travel-Agency und ich erkundige mich, wo die Bushaltestelle der Busse nach Butrint sei, da geplant war, dass wir auf jeden Fall einen Ausflug nach Ksamil machen wollten, was auf der Strecke nach Butrint liegt. Der freundliche, englisch sprechende junge Mann reicht uns einen touristischen Stadtplan, und zeigt uns hierauf, wo die entsprechenden Bushaltestellen zu finden sind. Desweiteren möchte ich noch wissen, welche Möglichkeiten bestehen, um zur 18 km Richtung Gjirokaster gelegenen Karstquelle "Syri i kalter" (Blaues Auge) zu gelangen. Von dieser Travel-Agency wurde ein Ausflug angeboten, der zum einen zur Festung führte incl. Besichtigung und dann nach "Syri i kalter". Dieser Ausflug würde 12 Euro pro Person kosten. Hörte sich doch nicht schlecht an. Dann könnte man doch gleich noch die Festung besichtigen, da diese bei der Hitze praktisch auch nicht zu Fuß erreichbar war. Leider fand der entsprechende Ausflug nur mittwochs und sonntags statt und heute war Mittwoch und die waren natürlich schon unterwegs. Ob wir bis Sonntag bleiben wollten, wussten wir noch nicht, aber wir befürchteten, dass das dann von unserer Zeitplanung her ein bisschen eng werden könnte; wir hatten ja immerhin noch große Pläne. Trotzdem war der Besuch dieser Travel-Agency ein Erfolg, da wir ja immerhin einen Stadtplan mit allerlei touristischen Informationen in der Hand hielten. Wir machten uns nun auf den Weg zur zentralen Bushaltestelle, da wir eigentlich noch nach Ksamil zum Baden wollten. Leider war vollkommen undeutlich, wann der nächste Bus nun fahren sollte. Die an der Bushaltestelle angeschlagenen Zeiten stimmten nicht überein, mit denen im Stadtplan, diese nicht mit denen im Schaufenster der Travel-Agency und diese wiederum nicht mit denen an der Bushaltestelle in der Nähe unseres Hotels. Wir wussten also nicht, ob es sich lohnen würde zu warten. Darum verschoben wir unser Vorhaben nach Ksamil zu fahren lieber auf morgen, da in den Morgenstunden sowieso mehr Busse fahren. Da wir nun noch ausreichend Zeit hatten gingen wir noch in die offizielle Tourist-Information, um zu fragen, ob vielleicht von dort Ausflüge nach "Syri i kalter" angeboten würden. Leider war dies nicht der Fall und die Dame riet uns, dass wir uns bei den Taxifahrern erkundigen sollten. Der Preis sollte vermutlich bei ca. 35 Euro liegen, jedoch war mir dabei nicht klar, wie lange Wartezeit für die Rückfahrt dabei inbegriffen war. Somit beschlossen wir, den Ausflug nach "Syri i kalter" erstmal zurück zu stellen. Da wir sowieso gerade beim Fragen waren gingen wir dann auch noch gleich zur 100 Meter weiter bergauf gelegenen Bushaltestelle der Fernbusse, um heraus zu finden, wann denn die Busse nach Himara abfahren, was wir als unseren nächsten Aufenthaltsort geplant hatten. Vergeblich suchten wir nach einem Busfahrplan, auf dem ALLE Abfahrtszeiten aufgelistet waren. An einigen der um den Busplatz liegenden Gebäude standen Abfahrtszeiten zu einzelnen Orten angeschrieben - Himara war nicht dabei. Letztendlich betraten wir eines der Gebäude und eine Frau fragte uns freundlich auf englisch, ob sie uns helfen könne. Wir sagten, dass wir nach den Abfahrtszeiten nach Himara suchten. Die Frau informierte uns, dass täglich Busse um 5.30, 6.00 und 14.00 Uhr abfahren würden. Auffallend war auch hier wieder die Freundlichkeit. Wir kamen langsam zu der Erkenntnis, dass - wenn man in Albanien mit öffentlichen Vekehrsmitteln unterwegs sein will - man sich am besten auf mündliche Angaben der Einheimischen als auf Busfahrpläne verlassen sollte. Nun hatten wir so ziemlich alles an Information zusammen, was wir für die nächsten Tage brauchen würden und wollten den Rest des Tages noch ein bisschen Strandleben genießen. Wir liefen etliche Kilometer entlang der Küste bis zu einem Strand kurz vor dem Cuka kanali. Das war ein ganz schönes Ende und entlang der ganzen Strecke standen äußerst hässliche, halbfertige Neubauten. Am Strand in der Nähe einer Hotelanlage angekommen gingen wir ein bisschen schwimmen und wollten anschließend noch etwas trinken, aber die ganze Gegend war relativ unbelebt und es hatte weder eine Strandbar noch ein ansprechendes Lokal geöffnet. Wahrscheinlich war die Saison hier außerhalb von Sarande wohl einfach schon vorbei. Also liefen wir die ganze Strecke wieder zurück und gingen dann in Sarande noch was trinken. Das Abendessen nahmen wir wieder in der Taverna Pupi ein. ![]() Diesmal hatte ich mir Merluc bestellt; diese Fische hatte ich am Vortag bereits bei einem anderen Gast auf dem Teller bewundert und sie waren wirklich äußerst lecker. Donnerstag, 04.09.2008 Ksamil / Albanien |
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