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Dienstag, 09.09.2008 Berat / Albanien Mittwoch, 10.09.2008 Berat / Albanien
Heute sind wir schon recht früh aufgestanden, da wir die Festung vor der großen Hitze erreicht haben wollen. Das Frühstück im Hotel ist ordentlich und so machen wir uns frisch gestärkt um ca. 9.15 Uhr auf den Weg. Der Weg nach oben ist wirklich sehr steil und wir stellen fest, dass wir eigentlich noch eine Stunde früher hätten losgehen müssen, denn die Schatten von Bäumen und Häusern werden jetzt bereits wieder so kurz, dass man kaum mehr Möglichkeit hat, der Sonne zu entrinnen. Die Straße besteht aus blitzblank gescheuertem Kopfsteinpflaster, dessen unangenehme Rutscheigenschaften sich auf dem Rückweg noch viel stärker bemerkbar machen sollten. Mit einigen Unterbrechungen zum Verschnaufen erreichen wir den Festungseingang, entrichten den Eintrittspreis von 200 Lek pro Person und stürzen uns erst mal ins nächste Café um etwas zu trinken. Hätten wir vorher gewusst, dass der Weg so anstrengend ist, dann hätten wir uns sicher eine Flasche Wasser für unterwegs mitgenommen. Nachdem wir uns erholt haben, erkunden wir die Festung. Der Festungsbezirk ist erfreulicherweise bewohnt, man hat hier nicht das Gefühl, dass man nur zwischen leblosen alten Steinen rumläuft. ![]() Auch hier sind die Bewohner sehr kontaktfreudig, man wird praktisch von jedem gegrüßt und so fängt man auch von selbst an, automatisch jede entgegenkommende Person mit einem freundlichen "mirëdita" zu grüßen. So wie bereits in anderen Orten erlebt, werden wir eine ganze Zeit von einem etwa 10-jährigen Jungen begleitet, der versucht mit uns ein Gespräch in einer Mischung aus italienisch und albanisch anzufangen und uns am liebsten noch durch die ganze Festung führen möchte. Der Festungsbezirk ist wirklich sehens- und empfehlenswert, ![]() man kann etliche Stunden darin herumspazieren ![]() und die Aussicht auf Berat und Umgebung ist fantastisch. ![]() Selbstverständlich machen wir auch einige Minuten Pause auf dem höchsten Punkt mit der albanischen Flagge, der auch von unten gut zu sehen ist. ![]() Nachdem wir unseren Rundgang abgeschlossen haben, setzen wir uns noch in ein anderes Café in der Nähe des Eingangsbereiches. Wir kommen sofort mit zwei Bier und Schnaps trinkenden Gästen ins Gespräch. Einer davon in traditioneller Kleidung - wirklich ein Original; ich traute mich jedoch nicht zu fragen, ob ich ein Foto von ihm machen dürfe. Der andere bietet sich an, uns Berat und Umgebung zu zeigen. Wir lehnen höflich ab, es war nicht einzuschätzen, wie viel er schon getrunken hatte. Wir machen uns wieder auf den Weg und verlassen die Festung. Obwohl es ja nun bergab geht, dauert der Weg nach unten praktisch genauso lange wie hinauf, da das Kopfsteinpflaster einfach zu rutschig ist. Kurz bevor wir das Zentrum erreicht haben biegen wir nach rechts in den unterhalb der Festung gelegenen Stadtteil Mangalem ab. ![]() Hier befindet sich ein Gewirr aus kleinsten Gassen und Treppen zwischen den für Berat typischen Häusern. Auch hier verbringen wir noch eine ganze Zeit mit dem Erforschen des Labyrinths. ![]() Irgendwann denken wir dann, dass wir alles gesehen haben. Bedingt durch die Hitze sind wir doch ein wenig müde und verbringen den Rest des Tages mit Abhängen in der Hotelbar unter dem Genuss von einigen Korça-Dunkel. Den Tag beschließen wir wie am Vortag mit einer Pizza auf dem Dach des Hotel Tomorri und gehen früh schlafen, da es am nächsten Morgen um 5.00 Uhr mit dem Bus nach Pogradec gehen soll. Donnerstag, 11.09.2008 Pogradec / Albanien |
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